Stretch, Baby!

Jetzt habe ich das letzte Mal so gejammert, dass mich mein Liebster gleich zum Sport geschickt hat. Worauf ich dort ganz scharf war, war zum einen Cardiotraining und zum anderen Stretching.

Das Cardiotraining wollte ich dort machen bis zum umfallen. Und das Stretching, um mich mal endlich wieder ganz und schmerzfrei aufzurichten. In der Tat wurde mein Stretching-Part in den letzten Jahren auf meinem Trainingsplan immer länger und intensiver. Ganz einfach, weil man gerne im Alter und auch mit zunehmendem Bewegungsmangel immer steifer wird. Und ja, das betrifft auch mich.

Ich kann mich erinnern, dass ich früher, als ich so um die zwanzig war, gerne im Klappmesser telefoniert habe. Also, so ganz zusammengeklappt. So mit den Füßen hinter dem Kopf. Stundenlang. Lotussitz fand ich auch super. Und diesen mit kerzengeradem Rücken fand ich am vorbildlich genialsten. Was weiß ich, was mich damals geritten hat. Aber es war eben alles nicht so anstrengend. Heute bevorzuge ich den „gekrümmten Schneidersitz“ oder den „Kauersitz am Schreibtisch“. Und das muss ja auch nicht sein.

Toni macht’s vor. Gerade sitzen. Das war einmal, zumindest bei mir. Aber was nicht mehr ist, kann ja wieder werden.

Daher wechselt mein Trainingsprogramm von „viel Cardio-viel Kurs-viel Kraft“ zu „viel Cardio-viel Kurs-viel Kraft-viel Cool Down-viel Stretching“. Tatsächlich kenne ich es auch, dass ich, als ich jünger war, viel Kurs in den Kurs packen wollte und möglichst wenig Cool Down und Stretching. Ich denke, man durchläuft durchaus mal eine judendliche Phase, in der man sportlich nur auf die A-A hauen möchte und das bei 135 bpm aufwärts. So jedenfalls ich.

Meinen mentalen Wechsel bemerkte ich, als ich begann Jumping Kurse zu geben. Zum einen war ich älter und ganz neu Mama, zum anderen kam auch mein Erfahrungshirn zum Einsatz, das durch mein fortgeschrittenes Alter und Trainingsdasein auf einmal existierte. Und mir fiel auf, dass es einige Kurse gab, bei denen das Cool Down und das Stretching schneller vorbei waren, als dass man das Wort Cool Down hätte aussprechen können.

Das ist ein bisschen so, wie der Satz von der Mama: „Sitz gerade!“ „Ja,ja!“ denkt man maulig in jüngeren Jahren und irgendwann wacht man auf, sieht sich an und denkt: „Mensch, wäre ich nur mal gerade gesessen!“ Also grummelte ich ein wenig nach diesen Kursen in mich hinein, denn der jugendliche Trainer da vorne war kein bisschen anders als ich noch vor 15 Jahren, und beschloss mein Cool Down und mein Stretching eben für mich auf der Fläche zu absolvieren.

Aber warum bin ich denn zu so einem Vertreter dieser ganzen „langsamen“, „statischen“ und „gemütlichen“ Sache geworden? Ganz einfach. Weil es mir meine Beweglichkeit garantiert. Ich damit gegen manche Haltungsfehler vorgehen kann und ich mir damit Entspannung verschaffe.

Nach einem entspannendem bellicon Training hängt Julia noch ein Stretching dran. Das beste was man machen kann, um seine Entspannung noch zu intensivieren. Auch wenn manches ein bisschen während der Übungen zieht.

Wenn ich irgendwo verkürzt bin, dann hilft es mir, den Muskel zu dehnen. Ganz sanft und langsam. Jeden Tag geht ein bisschen mehr. Wenn ich auf dem bellicon® schwinge und sich mein Trapezmuskel etwas gelöst fühlt, dann dehne ich gerne noch meine Brustmuskulatur, um diesem Paket, das sich dort in meinem Rücken-Nacken-Bereich gebildet hat, noch etwas zusätzlich Gutes zu tun. Das heißt mein verkürzter Brustmuskel wird etwas auseinander gezogen, in der Hoffnung, dass er irgendwann die gleiche Last trägt, wie mein Nacken. Und so können die beiden „ausgeglichen“ glücklich werden bis an das Ende ihrer Tage.

Wer schon mal wegen Verspannungen bei einem Physiotherapeuten oder einer Physiotherapeutin war, der weiß, dass man dort neben der Massage auch tolle Dehnübungen für den verspannten Bereich bekommt. Und es ist nunmal Fakt, dass Spannung und Entspannung zusammen gehören. Das eine braucht auch das andere. Darum gibt es bei mir nach einer „spannenden“ Stunde ein bisschen Entspannung dazu.

Ich selbst dehne nach meinem eigenem Training tatsächlich bis zu 20 Minuten. Ganz langsam, ganz sanft und mit Bedacht. Denn es ist wie mit allem, zu viel und zu ruckartig sollte es nicht sein. Oder anders gesagt, sofort! sollte man seine Beweglichkeit nicht wollen und erzwingen. Das macht nur Aua. Alles braucht seine Zeit.

A propos Zeit. Als ich noch ausreichend hatte, habe ich zum Abschluss der Woche, am Sonntag Abend und auch mal zwischen durch einen Yoga-Kurs besucht. Mit dem Ziel zum Stretching zu gehen. Das war wunderbar. Man legt die Schwere ab und geht frisch, neu und beweglich in die nächste Woche. Leider fehlt im Moment die Zeit, aber zum Glück habe ich ja das bellicon® daheim, das mich von Verspannungen befreit. Da schleiche ich mich drauf, wenn meine Tochter mal nicht guckt. Und nun werde ich ja wieder zum Training vor die Tür ins Studio geschickt, so komme ich wenigstens ein paar Mal die Woche zum ausgiebigen Dehnen.

Julia zeigt uns, Yoga geht auch auf dem bellicon®.

Wer sich einen Yoga-Kurs am Sonntag Abend gönnen kann, der sollte das tun und es genießen. Oder ihr kommt zum bellicon JUMPING zu mir. Egal wie, in diesem Sinne freue ich mich auf euch. Ob als Teilnehmer oder Leser. Und immer schön beweglich bleiben.


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