First week … done!

Das schreibe ich in der Tat ganz entspannt, während ich hier ein paar Nüsschen in mich hinein futtere. In meinem letzten Beitrag, an Tag 3 meines zuckerfreien Daseins für 30 Tage, war ich noch in die Kategorie „Jamma-Mama“ einzusortieren. Wahrscheinlich wird nicht umsonst oft davon gesprochen, dass die ersten drei Tage bei einer Umstellung die schwierigsten sind. Gleich einen Tag nach meinem Beitrag ging es mir fabelhaft. Da war ich mir selbst noch nicht so sicher, ob ich mir das selbst glauben sollte.

Aber in der Tat habe ich mich so richtig beschwingt gefühlt. Leicht. Und wach. Trotzdem dachte ich mir: „Aha, das muss ich aber jetzt erst einmal beobachten. Nicht, dass ich mich selbst austrickse und dann spätestens am Sonntag zum Tier werde.“ … Und? … Nichts! Kein Tier! Kein Mama-Monster! Bis dato hatte ich tatsächlich so ein ganz gruseliges Mombie-Bild vor Augen, wenn ich an mich ohne Leckerli dachte.

Das muss man auch mal so stehen lassen. Auch wenn ich vielleicht im Moment doch etwas bewusster mit der Ernährung umgehe.

Am Freitag hatte ich mich dann aber schon mal leicht bei meinem Mann vorgetastet und meinte: „Ich weiß gar nicht, ob es Dir schon aufgefallen ist, aber ich fühl‘ mich so energetisch.“ Und ob ihm das schon aufgefallen wäre. „Bleibt das so?“ fragte er ein wenig ängstlich, zugleich hoffnungsvoll aber auch ungläubig, möchte ich meinen. Ein bisschen sah er ja so aus, wie ein Kind an Weihnachten bevor man es auf die Geschenke loslässt.

„Das weiß ich natürlich nicht.“, war meine souveräne Antwort. Was sollte ich auch vortäuschen, wenn ich mir selbst ein bisschen fremd vorkam?! Ich bin selbst neugierig, wie es weiter geht. Sollte das aber die natürliche Reaktion jeder Mama und Frau sein, wenn sie den Zucker absetzt, also dieses gleichmütige, leichte, lebenbejahende Gemüt, dann werden wahrscheinlich bald alle Ehemänner alle Süßwarenproduzenten verklagen. Ohne Zucker hätten sie dann wohl öfter die Chance auf eine ausgeglichenere Person bei ihrer Heimkehr in die eigenen vier Wände gehabt. Aber mein Mann ist da vielleicht auch nur ein Einzelschicksal und bei anderen Ladies fallen die Reaktionen des Zuckerentzugs anders aus.

Auf jeden Fall scheinen die kommenden zwei ein halb Wochen lässig zu wuppen zu sein. Und dann warte ich mal Tag 31 ab, wenn die Kohlenhydrate in ihren ursprünglicheren Formen wieder Einzug bei uns halten. Bis dahin gewöhne ich mich an diesen federleichten Zustand und freue mich an meiner neuen Energie. Allerdings, liebe Mamis, muss ich euch sagen, dass ich nach einem actionreichen Kindertag trotzdem noch aus den Latschen kippen kann. Aber mit dem Unterschied, dass ich dieses Mal mit getobt und getollt habe. Und nicht schon im Voraus vollkommen schlapp und maulig war und keinen Bock, weil müde, auf das ganze Geturne hatte. Ich habe Lust mit der Bande raus zu gehen und mit ihnen zu rennen, zu raufen, zu klettern und zu toben. Ich habe keinen innerer, jammervollen Anfall, wenn sie mich bitten, dass ich mit ihnen auf den Spielplatz gehen soll und ich denke nicht mehr: „Boahh, ich bin aber sooo schlaffi und habe voll keine Lust.“ Sondern momentan hänge eher ich noch die Extra-Runde dran.

Mein Mann guckt mich zum Teil wirklich noch sehr verunsichert an und wartet wahrscheinlich auf den großen BANG. Ich stelle mir auch die Frage, kann es tatsächlich so schnell sein, dass man den Unterschied merkt? Oder kommt noch einmal ein tiefes Tief? Auf jeden Fall kostet mein Mann auch schon ganz vorsichtig, die Mahlzeiten, die ich mir kredenze. So als fürchte er, dass ich mir da heimlich irgendwelche Dopingmittel reinmansche und ihm das als gesund verkaufe. Er muss zugeben, dass er das alles gar nicht so schlecht findet. Am besten findet er wohl aber seine gut gelaunte Frau. Und auch ich muss sagen, die find ich auch gut. Natürlich hatte ich auch vor Beginn der zuckerfreien Phase schon auch mal gute Laune, aber ich bin wirklich einfach besser drauf und finde das richtig, richtig gut.

Natürlich habe ich nun auch keine Superkräfte dadurch bekommen. Und so Dinge, wie die Masse an Arbeit ist durch den zuckerfreien Zustand in den paar Stunden auch nicht zu schaffen, doch es pendelt sich ein entspannterer Zustand dadurch ein. Und damit meine ich wirklich entspannt. Und nicht resigniert.

Zum Tagesstart eine Overnight-Chia-Frühstücksbowl (Rezept gibt es im Buch) und eine Runde bellicon Training.

Vielleicht sollte ich noch nicht zu laut schreien, denn knappe drei Wochen liegen ja noch vor mir. Aber wenn das wirklich das Resultat eines zuckerfreien Lebens ist, dann bin ich dabei. Und wenn ich mal wieder eine Belohnung brauche, dann habe ich da ja noch ein Trampolin stehen. Darauf kann ich dann glücklich Belohnungsjumpen.

In diesem Sinne freue ich mich auf euch. Ob als Teilnehmer oder als Leser.


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