bellicon® Health. Die Ausbildung

Es war soweit. Vor einer guten Woche hatte ich schon meine Registrierung bekommen. Von da an hatte ich so ungeduldig auf das Wochenende hingearbeitet, wie mein Großer auf Weihnachten. Für mich war das große Fest die bellicon® HEALTH – Ausbildung. Bei all meiner Liebe zu Jumping wollte ich mehr. Noch mehr Leute abholen können. Leute, die sich bisher aus Sorge, wegen ihres Alters, ihres Gewichts, ihrer Unsportlichkeit oder wegen eines pathologioschen Befundes nicht aufs Trampolin trauten. Meine Ungeduld und ein Ich-will-einfach-alles-wissen-Gefühl führten dazu, dass ich mich auch gleich zur „Ausbildung“ anmeldete. Eigentlich ist der Workshop zusätzlich zur Jumping-Ausbildung ausreichend und mein Mann grummelte mich noch am Freitag ein bisschen an. Seinem Argument, dass der Workshop doch schon in zwei Wochen, Anfang Februar sei, konnte ich zum Glück mit weisem Zukunftsblick voraussagen, dass ich dann zwei Wochen grummelig wäre, den Stecker ziehen. So ließ er mich gewähren und übernahm für die zwei Tage die Kinder.

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The day after! Daddy hat volle Arbeit geleistet beim Kinder bespaßen! 🙂

Und ich übernahm das Trampolin. So jedenfalls der Plan.

Am Samstag ging es früh raus. Das, obwohl ich für Berlin relativ nah am Ausbildungsort wohnte. Aber ich hatte mal wieder am Vorabend nicht nach Plan meine Vorbereitung hinbekommen. So kochte ich morgens noch „Mittagessen“ und packte meine Sachen für einen ganzen Tag Sport. Um 8 Uhr huschte ich aus dem Haus, mit Jumping Musik im Ohr und genoss schon den Weg ins Unlimited Fitness Pankow in vollen Zügen. Um 9 Uhr war der Start angesetzt und eine kleine, aber sehr feine Truppe traf sich im Kursraum 2. Es war eine wahre Luxusausbildung, denn wir Teilnehmer hatten gleich drei Ausbilder an unserer Seite stehen. Julia Baßler, Christina Setz und Patricio Escher.

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Gleich drei Ausbilder. Purer Luxus! Nicht nur wegen der Anzahl, sondern auch wegen der geballten Kraft an Wissen.

Die uns mit ihrem fulminanten Wissen zwei Wahnsinnstage bereiteten. Christina war direkt von bellicon und extra aus der Schweiz angereist. Und sie hatte etwas mitgebracht. Runde Trampoline in unterschiedlicher Größe und mit unterschiedlicher Bespannung. Man könnte auch sagen, mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Das wurde uns ganz schnell bewusst. Am Anfang durften wir mal alle ausprobieren. Wir, die wir alle schon einmal auf einem Trampolin standen kennen das, man geht drauf und hüpft etwas rum und ruft „hui“. Auch der anfängliche Hinweis, je größer der Durchmesser des Trampolins, umso weicher sei es, führte auch erst einmal zu keiner großen Reaktion. Dann startete Christina ihr Programm. 10 – 15 Minuten! Wir sollten uns ein Trampolin aussuchen. Ich mit meiner Übermotivation nahm mir das zweit weichste Modell. Allerdings den kleineren Durchmesser. Zu Beginn war auch alles schön. Sie zeigte uns, wie wir uns durch die Schwingung des Geräts massieren lassen können. Wie wir uns auf dem Trampolin einschwingen. Und dann wurde es ernst! Ich war fertig!

Kurz zur Erklärung:

Unser gesamter Körper besteht aus Zellen. Nehmen wir hier mal als konkretes Beispiel „MuskelZELLEN“. Diese werden während einer Bewegung, mal mehr mal weniger angeregt. Soll heißen, wenn wir gehen, arbeitet hauptsächlich unsere Beinmuskulatur. Die der Arme wird nicht primär angesprochen. Wenn wir nun unseren Körper dem Schwerkraftwechsel auf dem Trampolin hingeben, dann könnt ihr euch hier im Video ansehen, was mit jeder EINZELNEN ZELLE! nur beim einfachen Schwingen passiert.

Der Sphere-Ball ist in diesem Beispiel unsere Zelle. Klar. Und die alle arbeiten. Unaufhörlich. Arbeit ist hier gleichzusetzen mit dem Begriff Training. Nun aber zurück zur HEALTH-Ausbildung.

Auf unseren Jumping-Trampolinen kann man highspeed geben, weil sie mit den härtesten Gummis und straff gespannt sind. Wenn man aber mit einem Mal auf einem Trampolin steht, auf dem man ausschließlich mit Spannung und purem Krafteinsatz die Übungen machen kann, dann guckt man mal schnell doof und irre verschwitzt aus der Wäsche. Ich kann nur sagen, ein vollkommen anderes und neues Gefühl.

Bevor es jetzt zur Verwirrung kommt, wie denn das gehen soll, ohne dass man sich verletzt. Beim bellicon® HEALTH wird bis zu allerhöchstens 124 bpm geschwungen und gejumpt. Alles andere wäre unmöglich. Aber wir erinnern uns vielleicht aus anderen Kursen, wie zum Beispiel Pilates. Die kleinen und langsamen Bewegungen sind die richtig fiesen. Und ich sitze hier und spüre die Bestätigung. Ich habe leichten Muskelkater in den Bauchmuckis. Ich bin kein Fan von Muskelkater, aber ich muss an die ganzen Teilnehmer vergangener Jahre denken, die immer wieder beim Jumping gefragt haben: “ Wie? Ich trainiere den Core? Ich spüre aber nichts. Ich merke nichts!“ Und denen ich dann sehr theoretisch versucht habe, die Funktionsweise von Jumping zu erklären.

Hier spürt man es! Denn, aufpassen!, hier kann man durch das geringere Tempo und die weichere Matte nicht mal schnell mit Schwung ausgleichen. Hier braucht man Kraft! Hat man die nicht, sieht dein Trainer sofort, dass dein Trampolin die Macht über dich hat.  Dann ist dein Trainer für dich da. Kann dir helfen oder gibt dir gegebenenfalls ein Trampolin mit anderer, härterer Bespannung. Natürlich kann man HEALTH auch auf den Jumping Trampolinen von bellicon machen. Die darauf gespannten Gummiringe sind unter den gleichen Voraussetzungen erprobt, entwickelt und ausgearbeitet worden. Es ist eben die stärkste der erhältlichen Varianten.

Zurück zu mir und meiner Motivation. Die blieb, aber ich merkte doch schnell: Auweia, dieses Wochenende bekommt mein Körper so richtig was zu tun! Dabei hatte ich doch gedacht, dass die Ausbildung im Gegensatz zu Jumping die Schmusevariante wäre. Man sollte halt ohne Erwartungen losziehen. Trotzdem hat es irre Spaß gemacht einmal die anderen Möglichkeiten auszutesten und so auch seine eigenen Grenzen zu erkennen. Am zweiten Tag dachte ich tatsächlich. Da ist man Trainer und sieht selbst einmal, was man eigentlich für ein Patient ist.

Aber wie sagte Julia so schön: Hier ist der Weg das Ziel!

Und das finde ich bei HEALTH tatsächlich schön, dass man das sozusagen von hinten und eben auch von vorne so sehen kann. Wann ist mein Körper soweit und hat soviel Kraft, um auf einem weicheren Exemplar zu trainieren? Oder anders, wann ist mein Körper soweit, dass ich vom schwingen auf einem weichen, auf ein härteres Gerät zum trainieren überwechseln kann? Wann kann ich vom „sliden“ zum anheben des Fußes übergehen? Oder wann habe ich so viel Kraft, dass ich das „sliden“ gar nicht mehr so anstrengend empfinde?

Kurze Erklärung:

Man benutzt bei bellicon® HEALTH Socken auf dem Trampolin. Diese ermöglichen, dass man über das Sprungtuch gleiten / sliden kann. Das natürlich langsam und konzentriert. Wieso, weshalb, warum, denn jetzt Socken? Das bekommt ihr noch einmal genauer in meinem nächsten Beitrag über Schuhe erklärt. Ich hoffe, ihr könnt solange abwarten. Oder ihr schreibt mir, wenn die Frage zu sehr drängt.

Dass das Programm nicht nur eine Einbahnstraße ist, konnte man auch gut in der Theorie zu den pathologischen Befunden sehen. Es greift bei so vielen verletzungs- oder krankheitsbedingten körperlichen Zuständen und kann zur Verbesserung führen. Auch wenn es nur darum geht Fehlhaltungen zu vermindern bzw. aufzulösen. Damit schlossen wir den ersten Tag. An Tag zwei starteten wir dann mit einer ganzen vollen HEALTH-Stunde. Und ich weiß auch nicht was mich nach Tag eins geritten hat. Ich musste mir diesmal das weiche Trampolin mit dem größeren Durchmesser krallen. Wer jetzt sagt, schön doof! Ja! Ihr habt recht. Und meine Strafe ist nun der Muskelkater. Aber was ich in dieser einen Stunde vollkommener Anstrengung mitgenommen habe, sind ganz intensive und effektive Übungen, diese tiefe Konzentration auf meinen Körper und dessen Haltung während des Trainings. Und die Tatsache, dass ich mich schon nach zwanzig Minuten gefühlt habe, wie nach einer Stunde Jumping. Kein Scherz. Die Stunde hatte eine ganz bestimmte Intensität. Weil alles so bewusst ablaufen muss. Das war genau das, was ich wirklich an dieser Ausbildung geliebt habe und an dem Programm liebe, dass ich nur in vollem Bewusstsein für den Körper auf dem Gerät stehen und trainieren kann. Und das schöne ist, dass man mit dem Bewusstsein aus dem Kurs geht, dass alles nur besser werden kann. Hier spürt man wirklich das Trainingsziel und lässt sich nicht nur vom Beat treiben. Und ich glaube, diese Konzentration, die man für seinen Körper haben muss, wenn man zu langsamerer Musik auf einem weicheren Trampolin trainiert, lässt sich nicht wirklich beschreiben. Das muss man ausprobiert und erlebt haben. Denn es nutzt nichts, wenn ich jetzt schreiben, dass man schon allein für die Grundhaltung alle Sinne geschärft haben muss, damit der Körper nicht in alte Muster verfällt. Dass man bei einem weichen Trampolin ständig den Haltungsausgleich suchen muss. Auch wenn das noch so unbewusst geschieht, so bemerkt man dennoch bewusst, wie die Muskulatur dafür aktiviert wird. Ich denke, das muss man tatsächlich selbst einmal ausprobiert haben.

Und weil ich noch einen Tag danach vor Enthusiasmus und Freude übersprühe, möchte ich hier noch einmal ganz herzlich Danke sagen. An die Ausbilder Christina, Julia und Patricio. Die das Ding mit ihrer irren Kompetenz und Power so gerockt haben. An meine Mithüpfer möchte ich auch Danke sagen. Sara, Lara, Johannes und Conny ihr wart ein tolles Team und es hat so viel Spaß mit euch gemacht! Danke auch an bellicon und Jumping , die gemeinsam diesen Schritt gewagt haben. Ich kann nur sagen, ich habe da so ein Bauchgefühl: Das Ding wird richtig gut!! Und alle, die sich bisher nicht zum Jumping getraut haben, werden euch für diese Zusammenarbeit lieben! Und Danke an Antonia Westphal, die uns das Konzept geliefert hat. Riesige Knutscher an euch alle. Huch, ich werde emotional.

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von links oben: Lara, Patricio, icke, Johannes, Julia von links unten: Sara, Christina Ein super Team ❤️

Meine Emotionen lasse ich dann gleich mal in meinem Mittwochskurs raus. Und baue ein wenig des Gelernten gleich mal mit ein. Natürlich machen wir da offizielles Jumping, aber ich freue mich schon auf die Stretchingphase. Es wird ein wunderbarer Genuss sein die Stunde mit ein klein wenig bellicon® HEALTH ausklingen zu lassen.

In diesem Sinne freue ich mich auf euch. Ob als Leser oder Teilnehmer.


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