Put your shoes on

Vor einigen Jahren gab es schon einmal einen Beitrag über Schuhe, die man am besten beim Trampolintraining tragen kann. Oder sollte. Oder möchte. Mittlerweile bieten wir nun auch unterschiedliche Konzepte an. Die zu einer Neuauflage des damals geschriebenen führen. Eins ist aber klar, für bellicon® JUMPING, dem Fitness (!!!) Konzept benötigt man Schuhe. Das ist nicht immer einfach an den Mann oder die Frau zu bringen. Vor allem wenn sie als Teilnehmer schon barfuß oder in Socken im Kursraum stehen und wir in 2 Minuten anfangen wollen. Vor ein paar Wochen hatte eine Kollegin zwei Touristen aus Australien in ihrem Kurs, die eben dort eine Art Trampolintraining schon gemacht hatten und überzeugt waren, es ist nur richtig barfuß! Vielleicht ist das für das Training in Australien auch richtig. Denn man hat nicht ganz Unrecht, wenn man behauptet beim Trampolin springen oder schwingen sei es ohne Schuhe besser. Aber beim Fitnesstraining solltet ihr das nicht tun. Glaubt uns bitte. Wir wollen euch nicht das Training verbieten, sondern dafür sorgen, dass es euch dabei und auch danach gut geht.

Zur Erklärung:

Hierfür im Vorfeld eine Erklärung zu unserem Fuß: Die Muskulatur unseres Fußes setzt sich am Fußskelett aus acht Fußgelenksmuskeln und17 Zehengelenksmuskeln zusammen. Bei dieser Aufzählung sollte man auch die acht motorischen Nerven nennen. Zudem kommt noch die Muskulatur, die ihren Ursprung am Unterschenkel haben und über die langen Sehnen Einfluß auf die Statik des Fußes nehmen. Der Fuß weist ein Längs- und ein Quergewölbe auf. Wir nennen es das Vorfußgewölbe. Dies wirkt durch die Federwirkung wie ein  Stoßdämpfer. Die Gewölbe haben die Aufgabe das Gewicht auf die Ferse, den Großzehen- und den Kleinzehenballen zu verteilen. Der Fuß hat zwei Hauptfunktionen. Die eine ist beim Abstossen im Gang einen stabilen Hebel zu bilden. Die andere ist, dass er sich verschiedenen Untergründen anpassen kann.

dasmuskelbuch
Hier sind sie alle. Im Das Muskelbuch vom KVM – Medizinverlag.
fußmassage
Wer sich mal zum Training noch eine Massage gönnen möchte. Auf dieser lustigen Karte kann man sehen, was man damit bewirkt bzw. wo man wirkt.

Nun kommen wir zu der eigentlichen Erklärung:

Beim bellicon® JUMPING geht es um ein auf Fitness ausgerichtetes Training. Generell gilt, dass es beim Training sehr wichtig ist, dass die Füße ergonomisch auf- und abgerollt werden. Nur so wird die Fußmuskulatur, das Sprunggelenk und das Vorfußgewölbe gestärkt. Gezielt kann man dies allerdings bei einem langsamen und ruhigen Training angehen. Beim Jumping wird allerdings mit angehobener Geschwindigkeit trainiert. Bei den Sprüngen bietet festes Schuhwerk, gerne mit dünner Sohle, bei der entstehenden Landegeschwindigkeit genügend Stabilität. Auch kann so dem Gegendruck der Matte Stand gehalten werden. Kurz gesagt, das Trainingstempo ist schneller. Die Trampoline sind härter gespannt. Schuhe bieten euch, eurer Fußmuskulatur, eurem Mittelfußknochen und eurem Sprunggelenk mehr Stabilität. Und sorgen dafür, dass ihr nicht auf der eventuell schwitzigen Matte rutscht. Oder mit euren Zehen in den Gummis hängenbleibt.

Nachdem ich mit Jumping begonnen hatte, entdeckte ich schnell Trainingsschuhe für mich, die ein Barfußgefühl vermitteln sollen. Das heißt, Turnschuhe mit sehr dünner Sohle. Sie erhielten so die Flexibilität meines Fußes. Gaben aber dennoch Halt. Mein Lieblingsschuh wurde der Nike Free Bionic.

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Meine Jumping – Lieblingstreter Nike Free Bionic I

Nach meiner Schwangerschaft wollte ich mir auch wieder ein neues Paar zulegen. Sozusagen zum Neustart. Bei meiner Schuhsuche blieb ich beim alten Anbieter. Nike. Leider musste ich feststellen, dass sie meinen altbewährten Nike Bionic ganz aus dem Sortiment genommen hatten. Aber ich wollte sowieso was neues. Leider hatte ich mit dem neu ergatterten Trainingsschuh dasselbe Gefühl, wie mit meinen Lauf- oder Aerobic-Schuhen vor ein paar Jahren.

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Nike Free Bionic II. Die zweite Auflage. Leider hatte ich da schon leichte Probleme, da der Schuhe oben sehr flach war. Und so einen Druck von oben auf die Zehen ausübt. Gerade beim abrollen des Fußes sollte das nicht sein, da das eventuell zu einer Fehlausführung der Schritte führt.
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Der Nike Flyknit wird zu meinem Studio-Schuh. Für mich ist er leider beim Jumping vollkommen unbequem.

Meine Füße taten weh, schliefen ein und es war alles nur doof. Denn waren sie leichter geschnürt, damit meine Füße nicht einschliefen, waren sie zu locker und gaben nicht genügend Halt. Waren sie festgeschnürt hatte ich, wie oben beschrieben auch keinen Spaß. Ein absoluter Fehlgriff sozusagen. In den letzten Jahren hatte es aber auch im Lauftraining einen Barfuß-Hype gegeben, der einiges an Neuentwicklungen in Sachen Barfuß-Schuhen mitbrachte. Und als mir noch einmal nahegelegt wurde, dass das Thema Schuhe in Kombination mit Jumping und Trampolin springen immer auf hohes Interesse stößt und ich noch einmal darüber berichten sollte, wagte ich mich über die altbekannten Marken hinaus zu recherchieren. Bei meiner Recherche im Netz unter dem Suchbegriff „Barfußschuhe“, wurde ich ganz schnell auf eine Seite aufmerksam. Die von Vivobarefoot. Hier wurde noch einmal der ganze Vorteil des Barfuß-Daseins erläutert. Tatsächlich benötigte ich nur fünf Minuten um den Kaufbutton zu betätigen. Das passiert mir nicht so oft und vor allem nicht so schnell. Hier war ich aber überzeugt, dass ich  diese Schuhe zum jumpen testen wollte. Gleich am nächsten Tag erhielt ich die Versandbestätigung und musste nur noch warten, bis ich wieder aufs Trampolin konnte.

Vivobarefoot Stealth II Ladies Ötillö

Ich fieberte meiner nächste Stunde entgegen. Denn bisher war ich keine so „mutige“ Käuferin und hatte beim Sport nur auf die üblichen Verdächtigen gesetzt. A la, was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.

Der Test:

Die nächste Stunde kam. Und meine neuen Schuhe durften endlich loslegen. Ich hatte sie eine Nummer größer bestellt. Das war ich so von Nike gewöhnt und ich wollte sicher gehen, denn immerhin läuft man sich während einer Schwangerschaft gerne die Füße breiter. Und auch abends und eben auch durch Sport sind die Füße gerne mal angewachsen. Daher ist es immer vernünftiger sich Sportschuhe wenigstens eine halbe Nummer größer zu zulegen. Ich setzte da eben noch einen drauf. Und lag tatsächlich daneben. Nach zwanzig Minuten hatte ich das eindeutige Gefühl, eine Nummer mehr, ist eine Nummer zu groß. Mist. Heutzutage fällt fast alles kleiner aus. Oder anders gesagt, man hat das Gefühl, dass die Firmen sehr individuell über die Größen entscheiden und dass eigentlich nichts mehr genormt ist. Das sorgt, zumindest bei mir für Verunsicherung. Diese Schuhe nicht. Hat man eine 39, dann sollte man sie auch so kaufen. Allerdings werden noch zusätzliche Einlegesohlen mitgeliefert. Auf die ich im nächsten Training zugreifen wollte.

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Eine extra Einlegesohle dabei

Also der nächste Versuch. E voila, das war doch gleich schon viel besser. Sofort war das Gefühl im Schuh zu rutschen verschwunden. Ich band sie auch ein wenig enger. Was aber nicht unangenehm war und auch nicht dazu führte, dass meine Füße einschliefen. Nein, ich hatte trotzdem das Gefühl nichts am Fuß zu haben. Perfekt!

Der Härtetest! Die Jumping Party im Kesselhaus:

Jumping Party im Kesselhaus

Mit Einlegesohlen und so fest geschnürt wie möglich. legte ich los. Und musste leider nach einer Stunde auf meine alten Treter umsteigen. Das lag ausschließlich daran, dass die Schuhe tatsächlich zu groß von mir bestellt worden waren. Dafür waren schlussendlich ich und meine Verunsicherung verantwortlich. Das Gefühl am Fuß und im Schuh war super. Allerdings rutschte ich bei einem Tippen mit den Zehen im Wechsel mit einem Aufsetzen des Hacken irre herum. Und das sollte nicht sein. Da ich von den Vivobarefoot trotz allem überzeugt bin, werde ich mir noch einmal ein Paar in der richtigen Größe bestellen. Also Daumen hoch für die Schuhe. Die es schaffen, dass ich mir ganz schnell ein neues Paar davon anschaffe.

Für alle, die weiterhin auf altbewährte Marken schwören gibt es oft im Sportlädchen Schuhe zu guten Preisen.

Und für alle, denen ein Training barfuß bzw. mit Socken wichtig ist, gibt es jetzt bellicon® HEALTH. Hier wird ohne Schuhe trainiert. Bei diesem Training soll der Fuß angeregt, durchblutet und massiert werden. HEALTH umfasst langsame, ruhige, balancierende, stabilisierende und zehengreifende Bewegungen. Kurz gesagt: Das Training ist wunderbar für die Kräftigung der Fußmuskulatur, zur Korrektur von Fehlstellungen und für die Sturzprophylaxe ( Propriozeption ).

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bellicon® HEALTH. Training ohne Schuhe. Hier mit den bellicon® Socken. Gibt es auch in schwarz oder pink.

Und denkt bei euren Füßen immer an den Schmetterlingseffekt. Ich finde, unsere Füße geraten so oft beim Training oder im Alltag in Vergessenheit. Und gerade hier wirkt sich der „Flügelschlag eines Schmetterlings“ enorm aus. Vergessene Füße können zu Haltungsschäden und dadurch bedingten Schmerzen im ganzen Körper führen. Jetzt malen wir aber den Teufel nicht an die Wand. Ziehen uns die richtigen Treter an und steigen aufs Trampolin.

Ich freue mich auf euch. Ob als Teilnehmer oder Leser.


3 Gedanken zu “Put your shoes on

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