Was war denn nur so alles los?

Also zu erst einmal wurde ich zum zweiten Mal Mama. Das haben aber wahrscheinlich auch schon ziemlich alle mitbekommen.

Meine Tochter ist mittlerweile sogar schon ein Jahr und ich steige nun endlich wieder als Trainerin ein. Worauf ich mich sehr freue, aber auch gleich schwitzige Hände bekomme vor Nervosität. Denn auch meine Tochter hat mir, wie mein Sohn, nicht den Gefallen getan, mich vor zusätzlichen Kilos zu verschonen.

Klar, wir nehmen alle zu in einer Schwangerschaft. Aber bei mir sieht es schon im zweiten Monat so aus, als wolle das Kind übermorgen kommen.

Na gut, das ist jetzt sehr übertrieben ausgedrückt, aber dennoch sind die Ärzte und Hebammen erstaunt, was ich an Gewicht zulegen kann. Ich bin sozusagen eine Meisterin darin 🙂

Bei der ersten Schwangerschaft wird man ja noch ein wenig panisch, da die Medien einem nahelegen, dass man von hinten immer noch unschwanger auszusehen hat. Auch mein damaliger Arzt und meine damalige Hebamme testeten mich auf alles mögliche. Nichts. Einfach nur ENORM!

Bei Nummer Zwei hatte ich zum Glück eine neue coole Ärztin und eine neue coole Hebamme und selbst die Coolness es zu nehmen, wie es kommt. Und mit leichter Ironie jeden Abend, wenn mein Sohn seinen Benjamin Blümchen hörte, ein leises „Torööö“ mit zu zwitschern.

Der 6.Monat
Gerade mal im sechsten und alle fragen schon: Ist ja auch bald soweit?!?

Aber trotzdem blieb der Gedanke, wie um alles in der Welt komme ich dann wieder in den Kursraum? Stehe ich auf dem Boden, wenn ich wieder darf und kann und mich auf’s Trampolin stelle? Die Vorbildfunktion als Trainerin ist da erstmal flöten mit 33Kilo plus.

Ok, nach der Geburt verliert man ja schon etwas. Aber rein rechnerisch und in der Theorie war ich dann immer noch bei wenigstens 25 Kilo plus.

Ich habe mich dann mit Bildern aus der ersten Schwangerschaft ( 30 Kilo mehr ) bzw. aus der Zeit danach getröstet. An denen konnte ich sehen: Neun Monate kommt es, neun Monate geht es!

Aber da war es nur ein Kind und somit gab es noch genügend Zeit für andere Aktivitäten. Da war auch der Start von Jumping Fitness. Und dadurch irgendwann mal neun Jumping-Kurse in der Woche. Und ich war noch in einem Alter, in dem noch „was geht“, soll heißen „leichter weggeht“!

Da hilft nur optimistisch bleiben und sich sagen, dass man für seine Kids eh die Schönste ist. Also ließ ich es bleiben, schon im zweiten Monat im Hohlkreuz zu gehen, damit auch ja alle sehen, dass ich schwanger bin und nicht nur einfach sehr dick von einem Tag auf den anderen.

Seit Februar 2018 habe ich mich tatsächlich als Teilnehmerin wieder in Kurse getraut und musste feststellen, dass nicht das Gewicht problematisch ist, sondern die Kondition. Die war nämlich ganz einfach mal weg. Noch erstaunlicher war, dass auf einmal bis dato geliebte Schritte nicht mehr reibungslos funktionierten. Sei es wegen dem Beckenboden, des grundsätzlich untrainiertem Cores oder wegen einer Kaiserschnittnarbe.

Das veranlasste mich darüber nachzudenken, wie individuell doch in der Tat jede Schwangerschaft und Geburt ist. Wie individuell jedes Training danach eigentlich sein müsste. Für Mamis und auch für die, die nach einer langen Zeit wieder einsteigen möchten. Diese Gedanken fand ich irre interessant, da ich auch feststellen musste, dass Jumping immer mehr nur zu einem Power-Power-Sport wurde ( auch durch mich und mit mir ) und der eigentliche Grundgedanke, dass jeder auf dem Trampolin seinen sportlichen Spaß haben kann, vollkommen verloren ging. Ich habe also die Schwangerschaft und die vielen Kilos gebraucht, um back to the roots zu kommen. Für mich noch einmal alles neu aufzumischen, Erkenntnisse zu erlangen, aus einer Idee ein Konzept für Mamis und Einsteiger zu erarbeiten und auch meinen jetzigen Kurs neu anzulegen und auszurichten. Ich denke, mein offizieller Jumping-Kurs ist noch immer anstrengend, aber ich setze mehr auf Technik und damit gezieltes Training der Tiefenmuskulatur, als nur auf Kondi. Mal sehen, wie es weitergeht. Ich bin sehr gespannt.

Auch Jumping Fitness an sich schließt sich nun noch näher mit Bellicon zusammen. Bisher war die Sparte Fitness und Reha ganz klar getrennt. Nun kommt aber ein Health-Training dazu, für das ich mich sehr interessiere. Ich scharre sozusagen schon mit den Hufen, bis ich den Workshop mitmachen kann, um das erlangte Wissen auch in meine Kurse bzw. Konzepte einfließen zu lassen.

bellicon Health Titelblatt
bellicon Health

Ich werde auf jeden Fall davon berichten. Bis dahin hüpfe ich fleißig in der Kulturbrauerei und freue mich auf euch. Ob als Teilnehmer oder Leser 🙂

Jumping Fitness in der Kulturbrauerei


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