Schwerpunkte setzen

Ich selbst setzte mich an eines unserer Konzepte. bellicon® MED. Etwas an das ich mich nicht heran trauen wollte. Zu spezifisch. Für mich. So mein Urteil. Über mich.

Ich entdecke mich oft dabei, dass ich zu erst einmal vor einer großen Herausforderung zurückschrecke, weil ich meinen eigenen Fähigkeiten nicht vertraue. Auch wenn andere das ganz anders sehen. Ich denke immer, ich darf nur das, was durch eine Ausbildung fest auf Papier gemeißelt ist. Gesammelte Erfahrungen und Talente zählen in meinem Kopf erst einmal nicht. Tatsächlich meinte ja eine Freundin zu mir, dass es eine hohe Kunst, ein Geschenk und eine immense Fähigkeit sei, Dinge auch als Autodidakt zu einer perfekten Vollendung zu bringen. Und sie wies mich auf mein Talent hin, dass ich mich, bevor ich eine Behauptung aufstelle, in Recherche und Rückfragen stürzen würde, wie es kein Professor seines Fachs täte. Viele verließen sich auf ihre Ausbildung und verweilen für immer dort, wo sie sind. Ein bisschen schwoll mir das Brüstchen nachdem sie mir das gesagt hatte. Und trotzdem kann ich nie aufhören ganz hohe Erwartungen und Ansprüche an mich und meine Aufgaben zu stellen. Und dann eben, wenn eine solche Aufgabe auftaucht, einen auf „Kannichen vor der Schlange“ zu machen. Darin bin ich unverbesserlich. Und klar, scheitere ich auch das ein oder das andere Mal an meinen Ansprüchen. Aber wer wären wir, wenn wir dann immer gleich das Handtuch werfen würden? Und ich mich dann für immer im Kanichenbau verkröche. Falls ich da doch mal rumlungere, hab ich ja zum Glück meinen Mann. Der hat ein besseres Feeling für meine Talente als ich. Und eins davon ist wohl auf jeden Fall „schreiben“.

Und so kam ich nun doch zum MED-Konzept und dessen Lektorat und Überarbeitung. Und was soll ich sagen? Ich liebe es! Bei allem Respekt, den ich davor hatte, ist eine unglaubliche Liebe entbrannt. Weil ich bemerke, wie ich selbst auch daran wachse. Auf einmal setze ich mich ganz neu mit mir, mit dem menschlichen Körper, körperlichen Beschwerden und Krankheitsbildern und auch mit meinen eigenen Schwerpunkten als Trainerin auseinander. Und der darin enthaltene geistige Entwicklungsprozess ist fast beängstigend spürbar. Wie eben auch ein körperlicher Entwicklungsprozess stattfindet, wenn man trainiert. Tatsächlich ist es ein schönes, besonderes und ja, auch ein erhabenes Gefühl einfach in einem Bereich spürbar schlauer zu werden.

Ich hatte also die letzte Zeit sehr viel mit Pathologien zu tun.

Eine kurze Erklärung:

Viele denken jetzt vielleicht erst einmal an Pathologen und damit verbunden vielleicht an den Tatort, den sie heute gucken wollen. Die kurze Definition von Pathologie ist, dass es sich hier übersetzt um die Lehre des Leidens handelt. Anders gesagt, geht es hier um die Erforschung von krankhaften körperlichen Vorgängen und Zuständen und ihren Ursachen. In unserem Zusammenhang steht das Wort Pathologie ganz einfach für Krankheitsbild.

Die Krankheitsbilder dieses Konzepts können meist nur innerhalb einer Reha zur Besserung geführt werden. Bei bellicon® MED geht es nun darum, dass das Trampolin schwingen für bestimmte Patienten anwendbar gemacht wird. Oder die bereits vorhandenen Trampolin-Praktiken für eine Therapie vertieft werden bzw. die Therapeuten neue Ideen dazu bekommen. Es gibt tatsächlich schon einige Reha-Klinken, die das Trampolin als Reha-Gerät einsetzen. Und da kommen nun wir. Sind ein bisschen irre, weil wir so lieben was wir tun. Und möchten nun die förderlichen, gesundheitsverbessernden Aspekte die ein Training auf dem Trampolin eben mit sich bringt noch weiter vertiefen. bellicon® selbst ist ja bereits seit Jahrzehnten auf dem Trampolin unterwegs. Der Erfahrungswert ist also immens. Und die Geräte sind über 25 Jahre immer weiter verbessert worden, so dass es heute tatsächlich möglich ist, dass sich jeder sein ganz und vollkommen individuelles Gerät zusammenstellen kann. Ihr seht schon, nicht nur ich drehe hier in meinem Enthusiasmus ein wenig frei. Da gibt es noch ein paar andere. Und wir hier, sind uns auch noch sicher, man kann eben nur was gut machen, wenn man sich einer Sache verschreibt und an sie glaubt. Und eben liebt.

Für jeden Trampolinliebhaber was dabei. bellicon® Trampoline in allen Farben

Das kann ich gerade dieser Tage unterschreiben. Nach meiner Arbeit an MED. Denn ich bin überzeugt, dass ist richtig gut geworden. Ich würde jetzt im Kreuzberg-Style sagen: “ Der heißeste Shit!“ Denn meine Gespräche mit Kollegen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und auch Heilpraktikern mit Schwerpunkt Bewegungsapparat und auch die Lektüre von Fachliteratur haben nicht nur mich gefordert und gefördert, sondern das ganze Konzept. Hier ging es um rausstreichen, reinnehmen, besser machen, klarer werden, sich klar machen, das wissen die Leute schon, das wollen sie noch wissen. Und nebenbei auf dem Trampolin stehen und sich und seinen Körper selber erfühlen. Spannung, Entspannung, welcher Muskel trainiert, welche Verspannung lockert sich und so weiter. Was für ein Prozess. Und eben viele Schwerpunkte, die gesucht und gesetzt werden mussten.Sch

Schwerpunkt finden. Bei der Standwaage auf dem Trampolin gar nich so einfach. Aber machbar!
Schwerpunkt finden. Wie schon im letzten Beitrag beschrieben, bei der Standwaage auf dem Trampolin gar nicht so einfach. Aber machbar.

Mein Herzblut geriet ganz schön in Wallung, so dass ich gar keine andere Möglichkeit hatte eine ganze Menge davon in dieses Schriftstück zu setzen. So kann das ja dann nur der heißeste Shit werden. Muss es auch. Denn eins ist ja klar. Trampolinprogramme mit hübschen, spezifizierten Namen werden gerade wie Sand am Meer auf den Markt geworfen. Ganz klar, das Trampolin ist seit ein paar Jahren ein Hype. Und ein bisschen stolz kann ich ja auch schreiben, wir haben definitiv dazu beigetragen. Kleine Nebenwirkung davon ist, es wird abgeguckt und nachgemacht. Aber was soll’s. Das ist nur ein Zeichen dafür, dass wir irgendwie, irgendwo was richtig gemacht haben. Und wenn wir dann als Idealsimus-Junkies, die wir sind, weiter am malochen bleiben, gibt es sicher noch mehr zum abgucken. Weil’s halt einfach gut ist. Außerdem bleibt man eben im Gegensatz zu copy&paste immer an der Sache dran und entwickelt sie weiter. Und unter diesem Aspekt fühle ich mich einfach gut. Weil ich mithelfen durfte, an einem Programm zu arbeiten, dass Menschen wirklich helfen kann. Und sie glücklich macht. Ich mag das. Denn ich habe ja schon einmal geschrieben, dass es Menschen gibt, die sich gerne bewegen möchten und es nicht können. Nun kommt das Konzept nochmal überarbeitet, schöner, besser, perfekter, dass mit einem Eins-zu-eins-Training oder nur in einer Kleingruppe beginnt. Das dafür sorgt, dass man wieder etwas in Bewegung kommt und falls alles super läuft und körperlich machbar ist, bald bei bellicon® HEALTH mithüpfen kann. Und wer weiß? Dann auch beim Jumping.

Als Trainerin bleibe ich natürlich bellicon® JUMPING treu. Einfach schon wegen meiner Ausbildungsgrundlagen. Hier kommt dann doch das Papier. Aber meine Schwerpunkte setze ich anders. Zu beginn setzte ich, auf schnelle Beats, Cardio-Training und volle Power. Davon bin ich ja sowieso seit meiner Jüngsten schon weggekommen. Durch mein neu erlangtes Wissen setze ich auf noch mehr Gesundheit. Trotz, mit und durch Powertraining. Ein weiterer Schwerpunkt, neben meinem Training, wird wohl noch mehr das schreiben. Und mehr Fachliteratur lesen. Wirklich. Der menschliche Körper ist irre interessant. Und eben auch seine Reaktionen auf dem Trampolin. Ob nun rein körperlich. Oder auch mental. Wusstet ihr das Trampolin springen gut gegen Depressionen ist? Dem werde ich noch tiefgründiger nachgehen. Ein wirklich spannendes und auch wichtiges Thema. Und sicher noch einen eigenen Beitrag wert.

Jetzt aber Feierabend und mal hängen lassen. Danke an das Model Rena und Danke an bellicon® für das tolle bunte Trampolin-Bild. ❤

Jetzt klappe ich erst einmal die Seiten aller Bücher zu und kann nur sagen: „Traut euch, wenn euch eine tolle Herausforderung begegnet!“ Vielleicht fordert diese Aufgabe eins eurer Talente. Auf das ihr auf jeden Fall einen Schwerpunkt in eurem Leben legen solltet. Sein Talent auszuleben macht meistens Spaß. Und wenn man etwas mit Freude und Leidenschaft macht, dann kann es einfach nur gut werden. Und macht wiederum Freude. Euch und vielleicht auch anderen.

In diesem Sinne freue ich mich auf euch. Ob als Teilnehmer oder Leser.


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