Nichts zum durchhängen!

Manchmal denke ich, meine Brust hat eine bewegtere Geschichte in ihrem Leben hinter sich gebracht, als ich. Um es mal zu erklären. Meine Pubertät setzte recht früh ein. Nicht geistig. Eher körperlich. Mit circa 12 Jahren begann ich mich von meinem Kinderkörper zu verabschieden. Ich persönlich war noch nicht so weit. Und die Menschen in meiner nächsten Umgebung scheinbar auch nicht. Vor allem die Jungs. Das war meinem Körper aber ziemlich schnuppe. Und im pubertären Hormonrausch wuchs meine Brust auf Körbchengröße C an. Heute, fast 30 Jahre später, sage ich: kein Ding. Aber damals während meiner Jugend war Samantha Fox ziemlich in. Heute ruft der Name vielleicht nur ein Fragezeichen herbei. Das liegt vielleicht daran, dass sie ihre Berühmtheit damals durch ihren Brustumfang erlangte. Der heutzutage, bei all den operativ erzeugten Möglichkeiten auch niemanden mehr vom Hocker reißt. Aber dennoch möchte ich nicht unerwähnt lassen, liebe Jungs von damals, dass ich heute weiß, dass Sam Fox über euren Vergleich, nur ein müdes Lächeln parat gehabt hätte. Vor 30 Jahren führte das aber dazu, dass ich meiner Oberweite recht kritisch gegenüber stand. Durch konsequentes Training wurde ich zu einer B. Mein persönlicher Favorit. Weil: war normal, erregt nicht so viel Aufmerksamkeit und man kann sich gut mit einer Bluse verpacken, ohne die Knöpfe zu überfordern. In meiner ersten Schwangerschaft wurde ich sehr schnell zu einer Doppel D und musste räumliche Abstände neu lernen. So lang noch kein Bauch da war, schaffte ich es tatsächlich mit meinen Brüsten Dinge von Sideboards zu schmettern. Eine Freundin, die mich lange nicht mehr gesehen hatte und besuchte, musste laut lachen. Und meinte, sie hätte mit ihrem Stillbusen bzw. an dem Tag des Milcheinschusses so ausgesehen. Über genau diesen Tag möchte ich mich gar nicht erst äußern. Es fiel mal das Wort Backsteinbusen. Ihr seht, meine Brust hatte in ihrem Dasein so manches auf und ab. Das nächste „ab“ kam nach dem abstillen. Und wurde fast zu einem „A“ – ha. Aber nur fast.

Bereits-Mamis hatten mir natürlich schon Horrorstories über das „Danach“ erzählt und dass das alles nichts mehr wird. Zu diesen Aussagen bin ich heute schlauer. Es hat zwei Jahre konsequentes Training gefordert, um zurück in Form zu sein. Zurück in B-Form. Ein paar Jährchen zumindest. Dann kam die zweite Schwangerschaft. Und Stillzeit.

Nachdem meine Tochter schon einige Zeit abgestillt war, zog sie mein T-Shirt weg und warf einen suchenden Blick in den Ausschnitt. Ja, dachte ich, such nur! Du wirst nichts finden, so sieht es aus. „Alle!“ sagte ich nur zu ihr und in meinen Gedanken war mir klar, jetzt fängt der Brust-Mucki-Trainingsspaß von vorne an. Ich bin bereit und falls ihr sagt, ach so ein paar kleine Übungen für die Brustmuskulatur könnte ich auch mal wieder machen, dann hab ich hier ein paar für euch.

Liegestütze breit / Brustliegestütz

Stelle dein Hände circa drei Handflächen breiter als schulterbreit außen auf. Die Hände sind auf einer Linie mit deiner Brust. Du kannst die Liegestütze entweder auf den Knien oder mit gestreckten Beinen machen. Je nachdem, wo du deinen Schwierigkeitsgrad ansetzen willst. Die Übung mit den gestreckten Beinen ist etwas schwieriger. Wenn du deine Haltung gewählt hast, dann drücke dich langsam nach oben. Die Ellbogen bleiben leicht gebeugt. Dann gehe so tief nach unten, dass dein Körper und deine Arme waagerecht zum Boden sind: Kleiner Tipp für die Psyche: Denke, wenn du in der unteren Haltung bist, dass du den Boden von dir weg pressen möchtest. Nicht deinen Körper. Dann fühlt es sich schon leichter an.

Butterfly

Diese Übung kann man mit Gewichten oder auch einem Theraband machen. Du kannst dich auf den Boden legen und nimmst deine Gewichte in die Hände. Arbeitest du mit einem Band, dann leg es unter deinen Rücken und greife die Enden. Deine Arme sind auf Schulterhöhe. Nun führst du langsam deine Gewichte oder das Band vor deinem Körper zusammen und dann langsam wieder zurück. Wenn du die Übung lieber im sitzen machen möchtest, dann winkle deine Arme in U-Form Schulterhöhe an und führe sie langsam vor deiner Körpermitte zusammen. Hier kannst du natürlich auch Gewichte benutzen. Aber es gilt immer: Nicht gleich mit dem Gewicht übetreiben!

Handpresse

Diese Übung mag ich, weil man sie auch so nebenbei mal machen kann. Na gut, wenn man nicht gerade die Hände braucht. Du kannst entweder sitzen oder stehen. Achte auf einen geraden Rücken. Lege deine Hände auf Brusthöhe auf- oder ineinander. Die Ellenbogen zeigen nach oben außen. Drücke nun mit Kraft deine Hände zusammen. Die Ellenbogen bleiben oben! Jetzt halte die Spannung so lange du kannst. Dann ausschütteln und gerne noch einmal wiederholen.

Natürlich gibt es noch viel mehr für die Brust-Muckis, wie zum Beispiel Bankdrücken. Aber für zu hause sind diese kleinen Übungen top.

Manchmal birgt das daheim trainieren kleine Schwierigkeiten.

Ansonsten kann ich nur sagen, Mädels, gönnt euch immer einen guten Sport-BH. Das Teil muss auf jeden Fall beim Kauf anprobiert werden und perfekt sitzen. Sonst ist es sein Geld nicht wert. Generell ist es wichtig einen passenden BH zu tragen. Gerade bei großen Brüsten. Eine falsche BH-Größe kann tatsächlich gesundheitlich beeinträchtigen. Wenn das Gewicht deiner Brüste nicht optimal verteilt wird, dann kann das zu Nacken- und Rückenproblemen, und damit zu Kopfschmerzen führen. Diese Körperbereiche sind bei einer falschen Passform einer stärkeren Belastung ausgesetzt. Damit also deine Brüste gut gestützt sind, hier einmal eine Anleitung zum Berechnen der richtigen Größe. Das habe ich ja nun schon ein paar mal durch 🙂

Zu allererst solltest du die Unterbrustweite messen. Damit ist die Zahl gemeint, die meistens vor der Cup-Größe genannt wird, wie 75 B. Um diese Zahl zu bestimmen, legst du das Maßband entspannt direkt unter den Brüsten um deinen Oberkörper. Achte darauf, dass es nicht zu locker und auch nicht zu fest sitzt. Lies den Wert ab und notier ihn dir am besten. Nun misst du die Oberbrustweite und bestimmst damit deine Körbchengröße. Hier legst du dein Maßband auf höhe deiner Brustwarzen um deine Brust. Wieder gilt, das Maßband sollte nicht zu locker und nicht zu fest sitzen. Und wichtig hier ist, dass dir das Band am Rücken nicht verrutscht, sondern auf der gleichen Höhe liegt wie vorne. Notiere dir auch diesen Wert. Nun brauchst du eine Körbchengrößen-Tabelle.

Hier kann man nun aus seinen Maßen die richtige Größe herausfinden.

Bei meinen ständigen Berechnungen habe ich meistens auf die Seite von braboo zurückgegriffen. Die habe ich hier auch als Quelle für meine Ausführungen genutzt. Allerdings gehen hier die Cup-Größen nur bis E, was schade ist für die Mädels, die noch etwas mehr haben. Bei Anita kann man sich auch alles berechnen lassen. Das war die Marke, auf die ich in meinen größten Zeiten während Schwangerschaft und Stillzeit zurückgriff. Tricky finde ich heutzutage auch hier, dass jede Firma ihre eigenen Größenansichten zu haben scheint. Hier gibt es von meiner Seite ein ganz großes Verbraucher-BUH.

Und für alle 80er Jahre Fans und die, die Samantha Fox nicht kannten. Ihr erster musikalischer Hit 🙂

Und dann vielleicht bald einmal bei mir im Kurs zum Jumping mit Brustmuskeltraining. Wie auch immer, ich freue mich auf euch. Ob als Teilnehmer oder Leser.


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