Die Tiere sind los …

Eigentlich ist das nur ein „Bildchen“ von einem „Tierchen“, dass sich mein Sohn und ich, uns in seinem naturwissenschaftlichen Experimentierkurs in der Schule angucken durften. „Tim Findig“ heißt der Spaß umgangssprachlich. Und mein Sohn fährt vollkommen auf die lustige Puppe Tim, die die Welt erklärt und Marc Nielsch, der das alles für die Kids organisiert, ab. Und dann bringt Tim eben auch einmal im Schuljahr seine krabbelnden und kriechenden Freunde mit. Die eben auch von freiwilligen Eltern bestaunt werden können.

Riesengespensterschrecke. Man weiß nicht, ob der Name oder das Tier die Geräuschkulisse auslöste. Aber trotzdem waren alle fasziniert.

Während die Mamis im Hintergrund nervös mit den Lidern zucken und versuchen ihre Mundwinkel oben zu halten, kreischen die Kids beim präsentieren der „kleinen“ Freunde von Tim vor Staunen, Glück, Neugier und ja, auch manchmal Ehrfurcht und Ekel. Was die Krabbeltierchen aber schaffen ist pure Faszination auszulösen. Auch bei den Mamis.

Wo es bei mir und meinem Sohn allerdings mit Faszination vollkommen zu Ende ist, das sind Zecken. Und diese fiesen kleinen Strolche haben jetzt wieder die Blutsaugesaison eröffnet. Während wir uns also wieder in kurze Hosen und Bikini werfen, warten diese Biester freudeheischend auf ihrem Grashalm, in Hoffnung darauf, dass sie ihr Zeckenbadehandtuch zur Reservation auf uns ausbreiten können. Ich weiß manche winken jetzt ab und sagen: Ist nicht so schlimm. Aber schon bevor immer mehr vor diesen Viechern gewarnt wurde, hatte ich das große Grausen vor ihnen.

Das liegt daran, da bei mir auf, sagen wir mal „bildliche Erziehung mit Negativbeispielen“ gesetzt wurde. Daher habe ich bei diesem Thema eine grundsätzlich unentspannte Haltung. Ich habe einen ganz, ganz, ganz, ganz entfernten Großcousin, den ich auch selbst erst nach Maueröffnung kennenlernen konnte, der noch heute an den Folgen eines Zeckenbisses leidet. Ganz einfach weil bei ihm die Borreliose nicht erkannt wurde. Ich meine, ich bin jetzt über 40 und mein Großcousin noch um einiges älter. Kurz, damals war das halt nicht so. Und man hat halt auch nicht auf alles geachtet. Nicht wie heutzutage, wenn die Prenzl’Berg-Mami von gutem Ruf beim kleinsten roten Pünktchen an einem ihrer Kinder fast einen Ohnmachtsanfall bekommt und mit Stechschritt beim Arzt einfällt. Gut, ich gebe zu, wir sind vielleicht nicht ganz so schlimm wie unser Ruf, aber beim Thema Zecken sehe ich, durch das, zwar weit entfernt, aber doch Lebend-Beispiel in meiner Kindheit, vollkommen dunkelrot. Denn bei jeder Zecke, die eine Katze oder der Hund in meinen Kinderjahren mitbrachte, fiel mit unheilvollem Ton in der Stimme, der Name meines Großcousins. Und daher kommt bei mir jeder, der das Thema Zecken als gar nicht so schlimm bezeichnen möchte, so an, als wolle er oder sie einem Menschen mit Arachnophobie seine Spinnensammlung zeigen. Tim Findig hätte seine wahre Freude daran.

Auch wenn die Zecken bei uns in Berlin erst auf dem Vormarsch und noch etwas entspannter als im Süden Deutschlands sind, kann ich nicht entspannen. Denn zu der fiesen Borreliose kommt jetzt auch noch das FSME-Risiko. Und ja, bevor ich alle wild mache, ich weiß, das Tier muss selbst davon infiziert sein, bevor es so etwas übertragen kann. Und trotzdem ist das doch nichts anderes als Russisch Roulette. „Oh , ich hab eine Zecke. Hat sie das nun? Hat sie das nicht?“ Ich meine, man kann sie ja nun mal nicht fragen. Ich:“Hallo du, bist du krank? Kannst du mich dann bitte nicht beißen?! Das wäre voll cool von dir, wenn du einen anderen nimmst.“ Zecke:“Ach ja, klar! Hier im Gras ist es eh sehr schön. Ich kann noch ein bisschen warten und mich an den schönen Blumen erfreuen. Schönen Tag dir noch.“

Mein Sohn ist ebenfalls schwer beeindruckt von dem Thema, denn er hatte letztes Jahr gleich mal eine. Beim Besuch meiner Familie in Baden-Württemberg. Das ist ein Landstrich, in dem sich die Krabbler nämlich denken „Wald und Wiese reicht uns nicht mehr. Im Garten ist viel mehr zu holen. Gemähtes Gras stört uns auch nicht. Wir finden auch kurzes Gras voll cool. Yummy!“ Zum Glück war ein sensibler Arzt zur Stelle. Denn ich wage mich nicht selbst daran, das Ekeltier rauszudrehen oder so. No way. Wovon mein Sohn allerdings noch beeindruckter zu sein scheint, ist die Impfung gegen eventuelle Keime eines eventuellen Zeckenbisses. Ich weiß, ganz viele Eventualitäten. Aber sorry, ich kann nicht damit leben, falls ein Tier falsch entfernt wird, dass meine Kids sich etwas für den Rest ihres Lebens wegholen. Und ich möchte gleich sagen, das ist kein Impfgegnerdiskussionsblog. Und ja, ich möchte mich impfen lassen. Mein Sohn möchte es nicht. Also muss er nicht. Ich werde ihn nicht zwingen.

Ich zwinge ihn nur dazu, sich dann eben Gamaschen überzuziehen. Kein Scherz. Eine Freundin von mir hat eine Firma, die sich auf die unliebsamen Krabbeltiere, wie Bettwanzen, Milben, Mücken, Motten, Flöhe, Läuse und eben Zecken spezialisiert hat. Wie jetzt? Spezialisiert? Soll nun nicht heißen, dass sie und ihre Partnerinnen die Tierchen züchten, wie eben die Krabbelschauläufer bei Tim Findig zum Teil Zuchttiere sind. Nein, sie haben sich auf Wäsche, Kleidungsschutz und eben Kleidung zum Schutz vor den fiesen, kleinen Mitbewohnern spezialisiert. Und da mein Sohn schon auf einen Mückenstich mit einer immensen Beule reagiert, kaufe ich ihm jetzt tatsächlich die Zecken-Gamaschen von Permetex. Denn ich habe keine Lust darauf, dieses Jahr wieder zu einem Arzt fahren zu müssen, weil mein Sohn und/ oder meine Tochter spielend und arglos durch den Garten laufen und sich eine Mistzecke denkt: „Lecker, Frischfleich!“

Zeckengamaschen von Permetex®

Wovor ich persönlich so hysterisch bin, kommt hier mal als

kurze Erklärung:

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Virus-Erkrankung, die durch eine Zeckenstich übertragen werden kann. Sie verläuft mit grippeähnlichen Symptomen wie zum Beispiel Fieber und Gliederschmerzen und kann zu einer Entzündung des Gehirns und den Hirnhäuten führen. Es muss aber auch ehrlicherweise dazu gesagt werden, dass bei einem Großteil der infizierten Menschen keine Krankheitssymptome auftreten. Als Mami möchte man nur nicht im Fall des Falles zu den paar Prozent gehören, bei denen die Kinder einen Krankheitsverlauf aufzeigen. Eine ursächliche Behandlung ist nämlich leider bei FSME nicht möglich. Man kann nur vorbeugen, entweder durch körperbedeckende Kleidung, abendliches Absuchen des Körpers oder durch eine Impfung. Ist die Krankheit einmal ausgebrochen, so können nur die einzelnen Symptome behandelt werden. Wesentlich häufiger übertragen Zecken Borreliose. Borreliose wird durch Bakterien verursacht und kann daher durch eine Gabe von Antibiotika behandelt werden. Das sollte innerhalb von sechs Wochen nach Entdecken des Stichs oder der Zecke passieren, um eine Heilung zu bewirken. Falls man den Zeckenstich selbst nicht bemerkt, kann man eine Infektion anhand des ersten Symptoms, der Wanderröte, feststellen. In diesem Stadium kann man die Borreliose noch gut behandeln. Bei Nichtbehandlung kann es zu chronischen Erkrankungen der Gelenke, Muskeln und Sinnesorgane kommen. Wie eben bei meinem Großcousin.

Mir ist klar, dass ich als Mami dazu aufgerufen bin, abends meine Kids nach Zecken abzusuchen. Denn die Biester suchen sich einen Platz, der ihnen gefällt, bevor sie sich niederlassen. Aber wenn ich abends schon zu spät dran bin, dann bekomme ich akute Schnappatmung und noch mehr. Als ich mir da eben Teile des Gründerinnen-Interviews der Permetex-Mädels anschaute, fühlte ich mich direkt angesprochen. Vor allem, weil mein Sohn, wenn man ihn an Sommerabenden neben sich setzt, besser wirkt als eine Flasche Autan, die man sich über den Körper geschüttet hat.

Hier ein Auszug aus dem Interview mit den Gründerinnen von PERMETEX®:

„Wer wie ich eine Tochter hat, die allergisch auf unterschiedliche Insektenstiche reagiert, ist automatisch für das Thema sensibilisiert. Mückenabweisende Sprays und Ähnliches immer wieder auf die empfindliche Haut meiner Kinder zu sprühen, kam für mich nicht länger in Frage. Ein insektenabweisendes Textil, dass auf eine lange Nutzungsdauer angelegt ist, war für mich deshalb eine gute Alternative.“ – Maren Wölk

Da bin ich doch sofort dabei. Keine unnötige Chemie auf der Haut meiner Kinder, keinen Einsatz von Chemie um einen Befall von irgendwas Nervigem wieder loszuwerden, keine eventuellen Arztbesuche und nachhaltig, ökologisch und ressourcenschonend produziert. Find ich gut. So kommt mein Sohn um den Pieks, den er auf keinen Fall haben möchte drum herum. Und bekommt Gamaschen umgelegt. Denn die „gefährliche“ Fahrt zu Oma steht an. Dann kann sie ihm die Zecken-Horrorstories, die ich schon hören durfte gerne selbst erzählen. Und wenn wir zurück ins sichere Berlin fahren, lassen wir gerne allen betroffenen Verwandten die Gamaschen da. Auch wenn sie Zecken nicht so schlimm finden sollten. Wobei ich mir sicher bin, dass sich meine Schwägerin auch darüber freut. Sie hatte es letztes Jahr auch erwischt und eins der beißwütigen Tiere hatte sich an ihrem Rücken festgesaugt. Das hat sie nichts ahnend schön beim Duschen mit dem Handtuch später runtergeschrubbelt. Kopf war natürlich noch drin. Borreliose. Zum Glück durch die Wanderröte entdeckt und gleich Antibiotika bekommen. Man kann jetzt sagen, da hatte sie mehr Glück als mein entfernter Cousin. Und trotzdem meine ich, dass wir heutzutage auch gerne mal auf eine Dosis Antibiotika verzichten. In dem Fall war es aber gut, dass sie es hatte. Außerdem ist das ja auch ein vollkommen anderes Thema. Ich klicke mich jetzt erst einmal durch den Permetex-Shop. Denn wie schon erwähnt, auch Mücken haben meinen Großen zum Fressen gerne. Und Läuse-Alarm ist eh ständig in Schule und Kita angesagt. Ja, auch im Prenzlauer Berg ;). Oder eben gerade dort.

Für den Zeltausflug in den Ferien. Auch nur im Garten. Wer weiß was da so krabbelt? Und mit den ständigen Wärmegewittern und dem Regen sind bestimmt auch ein paar Pieksemückchen unterwegs.
Für die ohne Kind, aber mit Hund. Oder mit beidem.
Für die ohne Kind oder mit und mit wilder Reiselust im Sommer.

Die aufgestellten Nackenhaare, die Gänsehaut, das ständige Krabbeln am Körper, den kalten Schauer und den Ekel muss ich mir jetzt erstmal aus dem Kopf und dem Leib hüpfen. Wer diese ganzen „Gefühlchen“ auch kennt, kann gerne mal schützende Textilien shoppen gehen oder kommt zu mir zum Entspannungshüpfen. In diesem Sinne freue ich mich auf euch. Ob als Leser oder Teilnehmer.


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